Dienstag, 8. September 2015

Die falsche Tochter – Nora Roberts



Klapptext:


Als die Archäologin Callie Dunbrook an den Fundort eines fünftausend Jahre alten menschlichen Schädels gerufen wird, ahnt sie nicht, dass dieses Projekt auch ihre eigene Vergangenheit heraufbeschwören wird. Zuerst muss sie erfahren, dass sie ausgerechnet mit ihrem Exmann Jake eng zusammenarbeiten soll, und dann sieht sie plötzlich ihre ganze Identität infrage gestellt. Denn eine fremde Frau, angeblich ihre leibliche Mutter, behauptet, dass Callies Eltern sie als Kind entführt haben. Heimlich stellt Callie Nachforschungen an ― und fördert Erschreckendes zutage …Quelle: Amazon)

Meinung


Nach typischer Nora Roberts Manier kann man diesen Roman einfach ohne Probleme verschlingen. Man weiß, dass es ein Happy End gibt und ist auf eine seichte Art berauscht. Doch dieser Roman nutzt meiner Meinung nach nicht sein ganzes Potential aus.

Die Geschichte ist gut durchdacht. Die Protagonistin will im Grunde nur als Archäologin bei einer Ausgrabung arbeiten. Nun offenbaren sich nach und nach einige Probleme…


  1. Ihr Ex-Mann Jake taucht auf und da sie sich leidenschaftlich getrennt haben, ist immer noch nicht gut auf ihn zu sprechen.
  2. Eine Bürgerinitiative ist gegen die Ausgrabungen und versucht ständig diese zu unterbinden.
  3. Callie erfährt, dass ihre Eltern nicht ihre leiblichen sind und sie als Kind entführt wurde.
  4. Zudem werden Menschen ermordet aufgefunden, deren Tod irgendetwas mit dem Geschehen vor Ort zu tun hat.

Durch diese Kombination hat man eigentlich genug Romantik, Spannung, Geheimnisse und insbesondere genug Inhalt für eine gute Geschichte zusammen, wären da nicht die Charaktere, die einem einen Strich durch die Rechnung machen. Callie ist ein sehr schwieriger Charakter. Klar sie hat einige Probleme, aber auch enorm viel Persönlichkeit. Wenn sie immer wieder „Huhrensohn“ zu Jake sagt oder ein ewiger Pessimist ist, verdirbt einem das schon mal die Laune. Auch streitet sie sich andauernd, was zwar von einem gewissen Temperament zeugt, aber nach einiger Zeit einfach zu viel wird. Auch mit der Anwältin Lana konnte ich nicht ganz warm werden, denn ihre besserwisserische Art und Weise konnte ich nicht die ganze Zeit ertragen. Callies Ex-Mann Jake kam mir dagegen sehr sympathisch vor. Denn wenn er es mit Callie aushalten kann und sie auch zu bändigen weiß, hat er meinen größten Respekt verdient. Ich weiß zwar nicht wie Callie es geschafft hat so einen goldigen Jungen auf die Welt zu bringen, aber Ty hat mich sehr zum Schmunzeln gebracht.

Die Geschichte geht ein wenig durch die von den Charakteren produzierten Meinungsverschiedenheiten verloren. Eine gewisse Spannung wird durch die Neugierde zwar aufrechterhalten, aber in der Balance ist Story nicht. Schade, denn die Grundidee hat mir sehr gut gefallen, auch wenn es ein wenig konstruiert wirkt.

Autor


Nora Roberts (* 10. Oktober 1950 in Silver Spring, Maryland als Eleanor Marie Robertson) ist eine der erfolgreichsten Romance-Autorinnen der Welt. 1981 erschien mit Rote Rosen für Delia ihr erster Gesellschaftsroman, mittlerweile zählt sie weltweit zu den meistgelesenen Autorinnen. Sie veröffentlicht auch unter den Pseudonymen J.D. Robb und Jill March, in Großbritannien auch unter Sarah Hardesty.
(Quelle: Wikipedia)

Fazit


Alles in allem ist es ein Grundsolider Nora Roberts Roman. Man bekommt seine Prise Action und einen Hauch Romantik und weiß am Ende, dass alles gut gehen wird.

Geschichte: 3 /5 
Geschreibe: 3,5 /5
Gefühle: 2,5 /5


Insgesamt erhält der Roman „Die falsche Tochter“ von Nora Roberts von mir 9 von möglichen 15 Punkten und schafft es somit ins grüne Regalfach.

Informationen zum Buch:

Autor: Nora Roberts
Taschenbuch: 544 Seiten
Verlag: Diana
Preis: 8,99 €

Kommentare:

  1. Au weia, ich denke, eine Hauptfigur, die sich immer streiten muss, würde mir total auf den Senkel gehen. :D

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