Freitag, 24. Februar 2017

Aprikosenküsse von Claudia Winter


Klappentext

Das Leben der jungen Foodjournalistin Hanna könnte so wunderbar sein. Hätte sie nur nicht diese Restaurantkritik geschrieben, wegen der eine italienische Gutsherrin einen Herzinfarkt erlitten hat! Als sie dann auch noch versehentlich in den Besitz der Urne gelangt, reist die von Schuldgefühlen geplagte Hanna nach Italien – und wird zum unfreiwilligen Opfer eines Testaments, das es in sich hat. Denn selbst über ihren Tod hinaus verfolgt Giuseppa Camini nur ein Ziel: ihren unleidlichen Enkel Fabrizio endlich in den Hafen der Ehe zu steuern. Eine Aufgabe, die ein ganzes toskanisches Dorf in Atem hält, ein Familiendrama heraufbeschwört und Hannas Gefühlswelt komplett durcheinanderwirbelt!(Quelle: Amazon)

Meinung


Dieser Roman ist in die Szenerie eines idyllischen, italienischen Dörfchens gesetzt worden, indem der Bürgermeister zugleich Postbote und Bankdirektor ist. Der Wirt auch Nobelkellner oder Polizist spielen darf. Oder, wenn es hart auf hart kommt, auch mal als Koch mitanpackt. Leider bleibt in einem solchen Dorf auch kein Geheimnis ein solches. Und in so einem Umfeld muss Hannah einen ihrer größten Fehler eingestehen und sich bei Fabricio entschuldigen.



Hannah und Fabricio sind quasi von berufswegen schon Erzfeinde. Hannah ist professionelle Foodjournalistin und -kritikerin und Fabricio ist leidenschaftlicher Koch in der gehobenen Gastronomie. Zudem ist er ein italienischer Macho, der Frauen oftmals von oben herab behandelt. Auch wenn dies nur seine Masche ist, um sich vor einer festen Bindung zu drücken, kommt dies nicht immer gut bei seinem Gegenüber an. Insbesondere nicht bei Hannah Philip, die aufgrund eines riesigen Fettnäpfchens oder vielleicht doch Schicksals nach Italien reisen muss, um die Urne der verstorbenen Großmutter zurückzubringen. Sie hat nicht mit einem solchen sturen Mann gerechnet, der sie lieber bestrafen möchte, als das Geschehene einfach zu vergessen. Aber diese Sturheit ist auf beiden Seiten zu finden, was sie dadurch ähnlicher werden als lässt, als sie selbst glauben.

Die Autorin erschafft zwar etwas überzogene, aber durchaus liebenswerte Nebencharaktere. Auch hat man als Leser den Eindruck, dass jemand von Beginn an das Geschehen lenkt.

Mir hat der Roman in Teilen sehr gutgefallen, aber in anderen Teilen war er mir einfach zu überzogen und absolut unglaubwürdig. Denn es passiert alles was nur passieren kann, zwar auf eine unterhaltsame Art und Weise, wodurch diese Zufälle überaus amüsant dargestellt werden. Aber insgesamt war mir die Liebesgeschichte ein wenig zu abgedreht und die Charaktere passten nicht 100 prozentig zueinander. 

Autor


Claudia Winter, geb. 1973, schreibt schon seit ihrer Kindheit Gedichte und Kurzgeschichten. Als Tochter gehörloser Eltern lernte sie bereits mit vier Jahren Lesen und Schreiben, gefördert von ihrem Vater. Die Sozialpädagogin arbeitet außerdem als Lektorin und Coach, wobei ihr besonders die Förderung junger Autoren am Herzen liegt. Die Autorin lebt mit ihrem Lebensgefährten und den Hunden Kim und Luka in Limburg an der Lahn. (Quelle: Amazon)


Fazit


Eine nette Geschichte für zwischendurch.

Geschichte: 3 /5
Geschreibe: 3 /5
Gefühle: 3 /5


Insgesamt erhält der Roman “Aprikosenküsse“ von Claudia Winter von mir 9 von möglichen 15 Punkten und schafft es somit ins grüne Regalfach.

Informationen zum Buch:

Autor: Claudia Winter
Taschenbuch: 401 Seiten
Verlag: Goldmann
Preis (regulär): 9,99 €

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