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Montag, 11. Juli 2016

Luna-Chroniken 4 – Marissa Meyer

Wie Schnee so weiß

Klapptext


Das kann Königin Levana, Herrscherin des Mondes, nicht dulden: Ihre Stieftochter, Prinzessin Winter, wird täglich schöner und ihr Zauber immer mächtiger! Wütend zwingt die böse Königin sie dazu, sich das Gesicht mit Schnitten zu verunstalten – doch die Narben können Winters Schönheit nichts anhaben. Schließlich versucht Levana sogar, sie umbringen zu lassen. Da fasst Winter einen verzweifelten Plan: Sie muss die rechtmäßige Thronfolgerin Selene finden, um gemeinsam mit ihr die böse Königin zu stürzen … (Quelle: Carlsen)

Meinung


Bei der Geschichte um Luna handelt es sich um komplexe Jugendbuchreihe, die Science-Fiction mit einer Märchengeschichte kombiniert, eine neue Welt erschafft und dazu noch politisch angehaucht ist. Diese Geschichte geht in die letzte Runde und man bekommt das gesamte Ausmaß der gesellschaftlichen und politischen Probleme zu sehen. Zudem gefällt mir die Märchenkomponente überaus gut. Sie ist nicht zu aufdringlich und man bekommt immer mal wieder zwischendurch subtile Hinweise geliefert, welche Figur nun einen Gegenpart in den altbekannten Märchen besitzt.

Donnerstag, 30. Juni 2016

Luna-Chroniken 3 – Marissa Meyer

Wie Sterne so golden

Klapptext


Seit ihrer Kindheit hat Cress die Erde nur aus der Ferne betrachten können. Unter strenger Aufsicht der bösen Königin Levana führt sie in ihrem Satelliten ein wenig abwechslungsreiches Leben. Doch immerhin hat sie sich mit den Jahren zu einer begnadeten Hackerin entwickelt und verschafft sich so Zugang zu Levanas geheimen Plänen. Da taucht plötzlich das Raumschiff von Cinder bei ihr auf, die ihr zur Flucht verhilft. Doch wird sie auf der Erde den Ritter in der glänzenden Rüstung finden, von dem sie immer geträumt hat? (Quelle: Amazon)

Meinung



Cress ist ein sehr interessanter Charakter. 7 Jahre alleine in einem Satelliten gefangen zu sein, hat sie ein wenig verhaltensauffällig werden lassen. Unangenehme Situationen versucht sie zum Beispiel durch Tagträume zu kompensieren. Sie scheint zunächst zerbrechlich und ängstlich angesichts ihrer neuen Situation, aber wenn es drauf ankommt und insbesondere wenn sie auf ihren Helden hört, bringt sie den Mut einer Löwin auf.

Thorne, oder besser gesagt Käpt’n Thorne, ist ein wenig gehandicapt. Bei der letzten waghalsigen Aktion, die Cinder geplant hatte, ging fast alles schief und nun muss er sich auf die verrückte, süße Cress verlassen. Aber zum Glück ist er nicht der Typ, der sich schnell aus der Ruhe bringen lässt, wenn eine Situation anders verläuft als geplant. Er passt sich immer der Situation an und schafft es dadurch auch seine Mitstreiter zu beruhigen. Sein Verhängnis gehört eigentlich immer nur zum anderen Geschlecht.

Montag, 29. Februar 2016

Luna-Chroniken 2 – Marissa Meyer

Wie Blut so rot


Klapptext


Zwei ganze Wochen ist Scarlets Großmutter nun schon verschwunden. Entführt? Tot? Die Leute im Dorf sagen, sie sei sicher abgehauen. Sie sei ja sowieso verrückt. Aber für Scarlet ist Grandmère alles – von ihr hat sie gelernt, wie man ein Raumschiff fliegt, Bio-Tomaten anbaut und seinen Willen durchsetzt. Dann trifft Scarlet einen mysteriösen Straßenkämpfer – Wolf. Er fasziniert sie; doch kann sie ihm trauen? Immerhin: Die reißerischen Berichte über Cinder und das Attentat auf Prinz Kai hält Wolf ebenso wie sie für Quatsch. Aber irgendein Geheimnis verbirgt der Fremde …(Quelle: Amazon)

Meinung


Scarlet ist eine selbstbewusste junge Frau, die sich gegen Ungerechtigkeiten auflehnt und die Schwachen beschützen will. Sie muss nach dem Verschwinden ihrer Großmutter nun alleine den Hof managen und versucht immer noch sie zu finden, die einst eine angesehene Pilotin beim Militär war. Aber keiner im Dorf will ihr helfen. Dann trifft sie auf den mysteriösen Straßenkämpfer, der anscheinend mehr über ihre Großmutter weiß als sie selber. Sie vertraut niemandem so leicht, aber sie würde alles für ihre Großmutter tun, sodass sie sich mit Wolf auf eine gefährliche Reise begibt.

Wolf begegnet der jungen Frau in dem roten Kaputzenpulli mit sehr viel Interesse. Man merkt, dass er einige Dinge verbirgt und nicht immer ehrlich zu Scarlet ist. Er scheint die ganze Zeit unter Anspannung zu stehen und eine gewisse Hektik auszustrahlen. Und doch musste man als Leser schmunzeln, wenn er etwas zu Essen bekommt, weil er sich dann ein wenig wie ein kleiner naiver Junge benimmt.

Die Kombination von Scarlet und Wolf hat mir sehr gut gefallen, denn es erinnert einen ein wenig an die Schöne und das Biest. In der Gegenwart von Scarlet wirkt Wolf friedlicher und zeigt auch Emotionen. Sie schafft es ihn zu beruhigen und in ihm den Beschützer zu wecken. Sie stützen einander und brauchen auch einander und das obwohl noch viele Hürden zu überwinden sind, bevor sie auch zusammen sein können.

Der Schreibstil der Autorin war mitreißend und für ein Jugendbuch leicht verständlich. Das Erzählspektrum der Geschichte erweitert sich um weitere Perspektiven, da nun Scarlet und Wolf, als neue Hauptcharaktere eingeführt wurden. Ihr Kennenlernen und ihr Abenteurer rücken in den Hauptfokus. Cinder, ihre spektakuläre Flucht und weiteres Vorgehen, wie Kaiser Kais Probleme begleiten den Leser allerdings weiterhin. „Wie Blut so rot“ lässt somit auch die altbekannten Charaktere nicht außer Acht. Die Handlungen verlaufen parallel, sodass man neben der neuen Handlungssträngen von Scarlet und Wolf auch Cinder und Prinz Kai im Auge hat. Die Geschichte verläuft chronologisch und jeder Handlungsstrang überschneidet sich irgendwann mit einem anderen. Auch Iko ist wieder mit dabei und im Zusammenspiel mit Thorne dem Piloten des Raumschiffes und Cinders Mithäftling kann man auch herzhaft in ernsten Situationen anfangen zu lachen.

Hinter den Luna-Chroniken steckt eine komplexe Jugendbuchreihe, die Science-Fiction mit  Märchengeschichten kombiniert, eine neue Welt erschafft und dazu noch politisch angehaucht ist. Diese Geschichte geht in die zweite Runde und so langsam bekommt man das Ausmaß der gesellschaftlichen und politischen Probleme zu sehen. Zudem gefällt mir die Märchenkomponente überaus gut. Sie ist nicht zu aufdringlich und man bekommt immer mal wieder zwischendurch subtile Hinweise geliefert, welche Figur nun einen Gegenpart in den altbekannten Märchen besitzt.

Autor


Marissa Meyer liebt Fantasy, Grimms Märchen und Jane Austen. Sie hat Kreatives Schreiben mit dem Schwerpunkt Kinderliteratur studiert und lebt mit ihrem Mann und ihren drei Katzen in der Nähe von Seattle. Die vier Bände der »Luna-Chroniken« sind ihr Debüt als Schriftstellerin, wurden aus dem Stand zu New-York-Times-Bestsellern und sind in 27 Länder verkauft. Mehr unter www.marissameyer.com. (Quelle: Carlsen)


Fazit


Auch „Wie Blut so rot“ hat mir wieder unheimlich gut gefallen. Beim zweiten Mal lesen sind mir sogar noch mehr Parallelen zu Rotkäppchen aufgefallen, nur dass hier nicht der Jäger der Held ist. (^.^)

Geschichte: 4/5
Geschreibe: 4,5/5
Gefühle: 4,5/5


Insgesamt erhält der Beginn der Reihe „Luna Chroniken – Wie Monde so silbern“ von Marissa Meyer von mir 13 von möglichen 15 Punkten und schafft es somit ins rote Regalfach.

Informationen zum Buch:

Autor: Marissa Meyer
Gebunden: 419 Seiten
Verlag: Carlsen
Preis: 19,90 €

Reihe:
Band 1: Wie Monde so silbern
Band 2: Wie Blut so rot
Band 3: Wie Sterne so golden
Band 4: Wie Schnee so weiß

Mittwoch, 24. Februar 2016

Luna-Chroniken 1 – Marissa Meyer

Wie Monde so silbern

 

Klapptext

Cinder lebt bei ihrer Stiefmutter und ihren zwei Stiefschwestern, arbeitet als Mechanikerin und versucht gegen alle Widerstände, sich nicht unterkriegen zu lassen. Als eines Tages in unauffälliger Kleidung niemand anderes als Prinz Kai an ihrem Marktstand auftaucht, wirft das unzählige Fragen auf: Warum braucht Kai ihre Hilfe? Und was hat es mit dem plötzlichen Besuch der Königin von Luna auf sich, die den Prinzen unbedingt heiraten will? Die Ereignisse überschlagen sich, bis sie während des großen Balls, auf den Cinder sich einschmuggelt, ihren Höhepunkt finden. Und diesmal wird Cinder mehr verlieren als nur ihren Schuh … (Quelle: Amazon)

Meinung

Cinder ist ein Cyborg, also halb organisches Wesen und halb Maschine. In der Gesellschaft hat sie keinerlei Rechte und ist den Launen ihrer Stiefmutter Adri ausgeliefert. Die Menschen meiden sie, weil sie anders ist und sie sie nicht verstehen können. Denn sie ist ja nur eine Maschine, die keine Gefühle empfinden kann, so behauptet es ihre Stiefmutter. Und doch hat Cinder mehr Gefühle als sie selbst manchmal haben möchte. So entwickelt sich auch eine Zuneigung zu Prinz Kai.

Prinz Kaito (kurz Kai) begegnet Cinder, weil er eine Mechanikerin benötigt. Er ist als Prinz in die politischen Machtspiele zwischen der Erde und den Lunariern (den Mondlebewesen) verwickelt. Jede seiner Handlungen wird genauestens analysiert und da ist er froh, dass er sich bei Cinder nicht verstellen muss.

Mir hat sehr gut gefallen, dass Cinder als Protagonistin auch Makel hat. Sie ist nicht perfekt mit ihren mechanischen Teilen, den Öl-Flecken überall an ihrer Kleidung und dem großen Hang dazu ins Fettnäpfchen zu treten. Sie ist bodenständig und man sympathisiert als Leser sehr schnell mit ihr. Man kann nur fassungslos miterleben, was ihr angetan wird, obwohl man für sie eintreten möchte. Prinz Kai wirkt auch überaus sympathisch, aber man kann ab und an vergessen, dass er das Staatsoberhaupt ist. Die Romanze zwischen den beiden wurde elegant als Nebenhandlung in die gesamte Geschichte eingebaut. Da es ansonsten noch genug andere Probleme wie die Pest gibt, ist dieser Aufbau plausibler. Die Nebencharaktere sind gelungen und ausgereift. Jeder hat seine Ecken und Kanten und sie scheinen noch im weiteren Verlauf eine tiefgründigere Rolle zu bekommen.

Der Schreibstil der Autorin war mitreißend und für ein Jugendbuch leicht verständlich. Die Erzählperspektive wechselte Stellenweise von Cinder zu Kai oder zum Doktor. Dies veranschaulichte unter anderem die politische Problematik der Bedrohung durch Luna. Trotz der ernsten Geschichte hat die Autorin auch genügend Humor in die Handlung mit eingebaut. Dies zum Beispiel in Form von Cinders Sarkasmus und durch den Nebencharakter Iko.

Die deutsche Coverreihe gehört wirklich zu meinen Lieblingsreihen. Obwohl der Klapptext nicht wirklich ansprechend ist, habe ich dem Buch wegen dem schlichten, edlen Cover eine Chance gegeben und bin in keiner Weise enttäuscht worden.

Hinter „Wie Monde so silbern“ steckt eine komplexe Jugendbuchreihe, die Science-Fiction mit einer Märchengeschichte kombiniert, eine neue Welt erschafft und dazu noch politisch angehaucht ist. Diese Geschichte hat erst begonnen und hat mich schon auf den ersten paar Seiten von sich überzeugt. Die Märchenkomponente gefällt mir überaus gut. Sie ist nicht zu aufdringlich und man bekommt immer mal wieder zwischendurch subtile Hinweise geliefert, welche Figur nun einen Gegenpart in den altbekannten Märchen besitzt. Zudem unterstützt sie den Funken Romantik dieser Geschichte und lässt auf ein "... und sie lebten glücklich bis an ihr Ende." hoffen.

Autor

Marissa Meyer liebt Fantasy, Grimms Märchen und Jane Austen. Sie hat Kreatives Schreiben mit dem Schwerpunkt Kinderliteratur studiert und lebt mit ihrem Mann und ihren drei Katzen in der Nähe von Seattle. Die vier Bände der »Luna-Chroniken« sind ihr Debüt als Schriftstellerin, wurden aus dem Stand zu New-York-Times-Bestsellern und sind in 27 Länder verkauft. Mehr unter www.marissameyer.com. (Quelle: Carlsen)

Fazit

Es ist ein wundervoller Start und ich kann von mir behaupten, dass ich mich in die Reihe verliebt habe.

Geschichte: 4,5/5
Geschreibe: 4,5/5
Gefühle: 4,5/5


Insgesamt erhält der Beginn der Reihe „Luna Chroniken – Wie Monde so silbern“ von Marissa Meyer von mir 13,5 von möglichen 15 Punkten und schafft es somit ins rote Regalfach.

Informationen zum Buch:
Autor: Marissa Meyer
Gebunden: 381 Seiten
Verlag: Carlsen
Preis: 18,90 €

Reihe:
Band 1: Wie Monde so silbern
Band 2: Wie Blut so rot
Band 3: Wie Sterne so golden
Band 4: Wie Schnee so weiß